„Zypressen bei Sonnenaufgang“ ist Kabarett, wie Sie es garantiert noch nicht gesehen haben. Ein fulminantes Einpersonenstück, das aussieht, als träfe Woody Allen bei Mr. Bean auf Thomas Bernhard.
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Er ist verkannt, er ist allein, und er ist total blockiert. Dabei steht er kurz vor der Vollendung seines Opus Magnum. Manfred Brenner, versponnener Außenseiter und Möchtegern-Literat, hat ihn geschrieben, den großen deutschen Gegenwartsroman. Hier soll zusammenwachsen, was zusammengehört: Kunst und Politik, Ost und West, Manfred und Beate. Nur der letzte Satz fehlt noch und will ihm partout nicht einfallen. Das Projekt seines Lebens droht grandios zu scheitern.
„Zypressen bei Sonnenaufgang“ ist das Solodebüt des Ex-Kom(m)ödchen Mitstreiters Ehring unter der Regie des Kölner Italo-Brasilianers Sergio Carnevale. Ein gänzlich eigenständiges Zwitterwesen zwischen Kleinkunst und Theater, das Kritiker regelmäßig in den Wahnsinn, seinem Protagonisten den Schweiß aus den Poren, allen anderen jedoch ein Staunen ins Gesicht, bisweilen gar eine Träne ins Auge treibt.








